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Diwan Manna
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Von Neu-Delhi uber London nach Maobit
Berliner Abendblatt - Berlin
08/18/2004 , By Editha Chlosta
 
Berliner Abendblatt
LOKALAUSGABE TIERGARTEN
2 Jahrgang – Nr. 43-25. Oktober 2000

Von Neu-Delhi uber London nach Moabit
Mit den Bildern des Fotokunstlers Diwan Manna auf Zeitreise

Tiergarten. Dass international gefierte Kunstler immer wieder ihren Weg auch nach Tiergarten finden, erhoht die Lebensqualitat im Bezirk ganz betrichdich. Im “Bellevue”, Flensburger Strae 11-13, zeigt nun der im In- und Ausland vielfach ausgezeichnete Fotokunstler Diwan Manna aus Chandigarh, Indien, scine atemberaubenden Arbeiten.

Auf den ersten Blick wirken die groflachigen Fotografien fast wie Gemalde; Stimmung und Farben ziechen den Betrachter sofort in den Bann des jungen Kunstlers und seiner Welt. Hier ist alles so ungewohnt anders. Die unter fast durchsichtigen Tuchern ausgestreckten nackten Frauenkorper wirken weder lasziv noch besonders crotisch. Und auch als sich bei naherem Betrachten Assoziationen von Tod und Sterben einstellen, hat das so gar nichts Morbides. “Meine Bilder sind nicht unbedingt uber den Tod, aber sie beruhren dieses Thema schon spirituell”, sagt Diwan Manna. Die Todesnahe seiner Fotografien deprimiere ihn uberhaupt nicht: “Das ist schlielich etwas, das jedem von uns pasiert. Warum sollten wir uns davor furchten?!” Dass all seine Modelle Frauen sind, erldart der 42-Jahrige damit, dass es ja die Frauem seien, durch die wir alle in diese Welt kamen und,… weil das Leben ein geschlossener Kreis ist.. “Ich versuche, den Betrachter zuruck und nach vorn in der Zeit mitzunehmen. In eine Zeit, die wir schon gelebt haben – oder aber noch nicht.” Menschlichkeit ist sein groes Thema: “Hurnanity sollte die Religion aller Menschen sein”, sagt er und betont noch einmal uberhaupt nich religios zu sein, wohl aber spirituell.

Dabei war sich Diwan als Junge ganz sicher, dass er einmal – ganz bodenstandig – ein weltbekannter Hockeyspieler werden wurde. Seine Eltern ermoglichten ihm eine gute Ausbiklung, die ihn auf Umwegen schlielich auf eine renommierte indische Kunstschule fuhrte, aufder er 1982 sein “Diploma of Fine arts” ablegt. Mittlerweile reien sich Galerien in ailer Welt um den jungen Fotografen: Besonders in den Vereinigten Staaten und England wird er als ein exponierter Vertreter der Postmoderne in der Indischen Kunst gefeiert. Und die ist international im Kommen, in Japan und den USA gibt es schon Museen zum Thema. Auch hier in Berlin zeigt ein Museum groes Interesse an Manna. Die jetzige Ausstellung im Moabiter “Bellevue” (Bis zum 20.10.) ist der erste Teil und auch das erste Projekt einer Kooperation zwischen dem Museum fur Indische Kunst, dem Indischen Kulturzentrum und der Ideinen Tiergartener Galerie. “Diwan Manna. Part Two”, die Fortsetzung der Ausstellung mit weiteren Arbeiten, wird vom 5. November bis 31. Dezember im Museum fur Indische Kunst, Takustrae 40, stattfinden.

 

 

         
         
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